Die Jaguarfreunde Südwest aus der Südpfalz und Baden legten bei Ihrer Jubiläumstour einen Stopp beim Besucherbergwerk Grube Bindweide ein.



Wildkatzen gehören zwar seit eh und je zur Fauna des Westerwaldes, doch speziell der Jaguar ist in unseren Breiten eine eher seltene Gattung. Ganz anders am Samstag in Steinebach: Der Autoclub Jaguarfreunde Südwest legte anlässlich seines 15-jährigen Bestehens auf der Jubiläumstour durch den Westerwald einen ausgedehnten Boxenstopp am Besucherbergwerk Grube Bindweide ein. Mit einem frohen Glückauf begrüßte Peter Thönig vom Touristbüro der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain die gut 30 Gäste, die mit 18 Jaguar-Fahrzeugen der unterschiedlichsten Jahrgänge und Modelle unterwegs waren. Rund um die Tagesanlagen der Grube glänzten die edlen Karossen, deren Emblem, der springende Jaguar, starke Markeneigenschaften wie Geschwindigkeit, Geschmeidigkeit und Kraft symbolisieren soll. Peter Thönig hatte zusammen mit dem Cluborganisator Jürgen Schalla (Edenkoben) eine ansprechende Fahrtroute durch den Westerwald ausgearbeitet. Die allermeisten Teilnehmer waren jetzt erstmals im Land an Sieg und Wied zu Gast. Umso mehr lobten sie Land und Leute. Ausgehend vom dreitägigen Basislager in Weilburg ging es kreuz und quer zu den regionalen Sehenswürdigkeiten. „Von der Kunst des Töpferns über das Bierbrauen bis hin zu Landschaft und Bergbau spannt sich der weite und schöne Bogen“, hieß es begeistert im Fahrerpulk. Als Zeichen der Wertschätzung wurde in Steinebach sogar die grün-weiße Westerwaldfahne gehisst. Und vor der ratternden Einfahrt mit der Grubenbahn gab es am lodernden Schmiedefeuer eine kleine Lektion in Sachen alter Handwerkskunst. Über ein besonderes „Willkommen“ freute sich der älteste Fahrer, der zugleich das älteste Auto steuerte: Peter Reinold aus Heidelberg und sein schmucker Jaguar-Oldie sind beide Jahrgang 1939. Das seltene Vehikel gehört zu den ursprünglichen Sportmodellen des britischen Herstellers SS Cars Ltd unter der Bezeich-nung Jaguar. Hohe Leistung und Luxus sollten die Produkte vorrangig prägen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich im gesamten Werk der Firmenname Jaguar.

Text und Foto: Joachim Weger
Die Schmuck- und Mineralienbörse des Fördervereins Grube Bindweide, die am 11. Oktober 2020 im Rathaus Gebhardshain stattfinden sollte, musste leider abgesagt werden.
Die durch die Corona-Pandemie bestehenden Auflagen können nicht erfüllt werden. Der Verein bedauert das und hofft, die 25. Börse im Jahr 2021 ausrichten zu können.
Der Förderverein des Besucherbergwerks Grube Bindweide führt auch in diesem Jahr zum Tag des Geotops wieder eine geführte Wanderung durch. Thema ist der „Abbau von Bodenschätzen in der Gemarkung Nauroth“. Treffpunkt für die Teilnehmer ist am Sonntag, 20. September 2020 um 14.00 Uhr an der Kirche in Nauroth. Konrad Schwan wird insbesondere zum Sand- und Basaltabbau informieren. Die Wanderung wird über eine Strecke von ca. fünf Kilometern führen und etwa zwei Stunden dauern. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
“Ein frohes Glückauf zum verspäteten Saisonstart 2020“, hieß es am Samstag im Besucherbergwerk Grube Bindweide. Dies frohe Glückauf war allen Beteiligten deutlich anzusehen, denn jetzt endlich waren im Einklang mit den Corona-Schutzmaßnahmen die erste Grubenführung unter Tage und damit der eigentliche Start 2020 in echter Grubenluft möglich geworden. Die Eröffnungsgruppe kam diesmal aus Köln. Karin und Hans Joachim Hähner hatten anlässlich des 40. Hochzeitstags ihre zehnköpfige Familie zur zweitägigen Überraschungsfahrt in den Westerwald eingeladen. Das Ziel, die Hammermühle in Wahlrod, blieb bis zuletzt streng geheim. Von dort aus ging es ins Reich der Wäller Natur, und zwar über und unter Tage. Seitens des Bindweide-Teams begrüßten Geschäftsführer Konrad Schwan, die Gästeführer Leander Moll und Joachim Weger sowie Peter Thönig vom Touristbüro der Verwaltung die Kölner Eröffnungsgruppe. Am Amboss der Grubenschmiede hatte Arthur Gross ein eisernes Doppelherz für die Gäste geschmiedet. Gemäß altem Brauch ging der ersten Einfahrt ins Bergwerk eine kurze Besinnung am Stollentor voraus. Mit Blick auf Sankt Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute, rief das Bindweide-Team zum Gebet für den erkrankten Bürgermeister und Fördervereins-Vorsitzenden Bernd Brato auf. Mit dem verspäteten Saisonstart wird das Besucherjahr 2020 in die Geschichte der Bindweide eingehen, denn in all den Jahren zuvor, seit dem offiziellen Beginn 1987, dauerte die jeweilige Besuchersaison regulär von April bis Oktober.
Foto: Irene Weger
Ab dem kommenden Wochenende (08.08.2020) können auch wieder Untertage-Führungen durchgeführt werden. Allerdings unter Beachtung von entsprechenden Schutzmaßnahmen und mit einer begrenzten Personenzahl.

Das Bergwerksteam freut sich ab Samstag, 8. August 2020 von 14:00 bis 17:00 Uhr auf Besucher, die folgendes Programm erwartet:

- Untertage-Führung, Einfahrt mit der Grubenbahn und Führung durch das Bergwerk mit einem verkürzten Weg (nur in den Bereichen, in denen der entsprechende Abstand eingehalten werden kann).
- Museumsführung im Über-Tage-Bereich des Besucherbergwerks und
- Teilnahme an Vorführungen in der Grubenschmiede

Die weiteren regelmäßigen Öffnungszeiten sind dann wieder mittwochs und an Wochenenden (samstags und sonntags) und an Feiertagen jeweils von 14:00 bis 17:00 Uhr. Für Gruppen ab 5 Personen können auch Termine außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden.

Der Eintrittspreis für die Untertage-Führung beträgt 8,00 € für Erwachsene und 4,00 € für Kinder.
Für Familien und bestimmte Personengruppen gibt es ermäßigte Eintrittspreise.
Für die Museumsführung im Übertage-Bereich beträgt der Eintrittspreis einheitlich 2,00 Euro je Person, bei Familienführungen zahlen die Kinder jeweils 1,00 Euro. Die Untertage-Führungen, die natürlich unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregelungen durchgeführt werden, finden mit höchstens bis zu zehn Personen nach grundsätzlicher Anmeldepflicht statt.

Eine Führung wird ca. eine Stunde dauern; danach können die Besucher an der Schmiedevorführung teilnehmen. Im Wartebereich vor der Führung und während der Führung besteht die Pflicht, eine Schutzmaske zu tragen.

Anmeldung
Die Besucher müssen sich unbedingt vorher anmelden, damit eine geordnete Durchführung des Besucherbetriebs unter den zu beachtenden Bedingungen gewährleistet werden kann.

Zur Anmeldung:
Telefonisch: während der allgemeinen Dienststunden der Verwaltung: 02741/291-118
oder während der Öffnungszeiten des Bergwerks: 02747/7845.
Per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Anmeldung kann auch direkt am Empfang/Kasse des Besucherbergwerks während der angegebenen Öffnungszeiten erfolgen.