Der Förderverein des Besucherbergwerks Grube Bindweide veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine geführte Wanderung zum Tag des Geotops.

Am Sonntag, 16. September 2018 beginnt die Wanderung an der Kirche in Kausen. Der Geschäftsführer des Vereins, Konrad Schwan wird die Gruppe durch das Elbbachtal zwischen Dickendorf und Elkenroth führen. Hier wird er etwas zur "Hildburg", den "Drei dicken Steinen" und früherem Bergbau erzählen.

Die Wanderung ist knapp fünf Kilometer lang und wird etwa zwei Stunden dauern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Am Ausgangs- und Endpunkt im Bereich der Kirche Kausen sind viele Parkplätze vorhanden.
Das Besucherbergwerk „Grube Bindweide“ in Steinebach hat einen neuen Ehrenknappen: Bürgermeister Bernd Brato aus Betzdorf, der satzungsgemäß auch Vorsitzender des Bergwerks-Fördervereins ist, wurde jetzt nach alt-bergmännischem Brauch in den „Knappenstand ehrenhalber“ aufgenommen.
Bei seinem Antrittsbesuch in der Dienstbesprechung der ehrenamtlichen Grubenbelegschaft ließ Brato den traditionellen Brauch geduldig über sich ergehen. Um das große Altersspektrum im Team der Aktiven zu dokumentieren, übernahmen Dieter Lochotzki (83) und Julian Schwan (23) die „Arbeit“ mit Hammer und Pfannschaufel. Nach dem donnernden Schlag aufs Hinterteil gab es neben Ehrenurkunde und Grubenschnaps mächtig Beifall.
„Er hat mit mannhaftem Mut und großer Standfestigkeit den Bergmannsstempel erhalten“, hieß es in dem kleinen Zeremoniell. Die Förderverein-Geschäftsführerin Petra Stockschläder gratulierte namens des Teams von Grubenstollen und -schmiede. Bürgermeister Brato, der jetzt überraschend edle „Begrüßungstropfen“ mit nach Steinebach brachte, zeigte sich im Rahmen der Dienstbesprechung beeindruckt von den beachtlichen örtlichen Kultur- und Freizeitangeboten. Noch bevor die Saison bald so richtig losgeht, lädt in Steinebach so Einiges zum Verweilen und Genießen ein. So präsentiert sich der Heilstollen am Sonntag, 26. März, für alle Interessierten zum „Tag der offenen Tür“. Am Dienstag, 28. März, ist im Bergwerk erstmals eine spezielle Fotoführung für angemeldete Teilnehmer vorgesehen. Am letzten Märztag steht in der Grube Bindweide zum Saisonstart die erste Hochzeit unter Tage auf dem Dienstplan. Aber auch das örtliche Westerwaldmuseum bereitet sich eifrig auf die neue Saison vor. Hier ist zum Beispiel erstmals am Sonntag, 9. April, ein Gottesdienst für Motorradfreunde geplant. Und der Start der Oldtimerfans in die Frischluftsaison am 1. Mai ist ebenfalls wieder beschlossene Sache.

Foto und Text: Joachim Weger
Foto: - Bei seinem Antrittsbesuch in der „Grube Bindweide“ wurde Bürgermeister Bernd Brato jetzt unverhofft zum Ehrenknappen geschlagen.


Nach schwerer Krankheit ist am Freitag, 4. Januar 2018 Dieter Roth aus Steinebach verstorben. Er gehörte lange dem Förderverein Besucherbergwerk Grube Bindweide an und war auch über Jahre aktiv als Führer in der Grube.
Unser Bergwerk hatte er praktisch immer im Blick, denn er wohnte genau gegenüber und kommt von seinem Balkon das Geschehen genau beobachten, wenn er nicht selbst im Einsatz war. Trotz einer Erkrankung, die vor einigen Jahren auftrat, ließ Dieter Roth nie den Kopf hängen und nach Krankenhausaufenthalten rappelte er sich immer wieder auf, um Besucher sachkundig „unter Tage“ zu begleiten. Nachdem er im Winter 2016/2017 monatelang im Krankenhaus verbringen und schwerste Stunden durchmachen musste, kam er im Sommer 2017 wieder frohgemut ins Bergwerksteam zurück und hoffte, dass er die Krankheit überwunden habe. Leider war das nicht so. Bei einem Treffen im Herbst ließ er im Kreis der Kameradinnen und Kameraden erkennen, dass er sich genau überlegen wolle, ob er nochmals eine Behandlung möchte.
Am Barbaratag (4. Dezember), als traditionsgemäß der Bergmanns-Gottesdienst gefeiert wurde und die Aktiven sich anschließend zum gemütlichen Beisammensein trafen, fehlte Dieter Roth. Er hatte eine neue Diagnose erhalten und wusste, dass seine Lebenszeit nur noch begrenzt war. Die Kameradinnen und Kameraden haben ihn nicht vergessen und Kontakt mit ihm gehalten. Am wichtigsten war Dieter Roth jedoch, dass seine Familie um ihn war und sich um ihn kümmerte. So konnte er sich von dieser Welt verabschieden.

Alle im Förderverein, die Dieter Roth kannten, sind erschüttert und trauern mit seiner Familie. Er ist unvergessen und ihm wird ein ehrendes Andenken bewahrt bleiben. Wir grüßen Dieter Roth mit einem letzten „Glück Auf!“